Stand: Juni 2026
Einleitung
Phishing bleibt die häufigste Eintrittsquelle für Cyber-Angriffe. Laut AwareGO haben KI-gestützte Social-Engineering-Angriffe im Vergleich zu 2023 um mehr als 1 265 % zugenommen. Unternehmen reagieren, indem sie regelmäßige Simulations-Kampagnen einführen und die Ergebnisse automatisiert auswerten.
Simulationen ermöglichen es, das Verhalten von Mitarbeitenden unter realistischen Bedingungen zu beobachten. Durch ein wiederholtes Test‑ und Lern-Modell sinken Klick-Raten deutlich, wie CloudSEK anhand von KnowBe4‑Daten nachweist. Neben der reinen Klick-Statistik liefert modernes Reporting Kennzahlen zu Awareness-Score, MFA-Fatigue und regulatorischen Vorgaben wie NIS‑2 oder DSGVO.
Der Nutzen liegt auf der Hand: Unternehmen können Bedrohungsprofile aktualisieren, gezielte Trainings ausspielen und die Wirksamkeit von Sicherheitsmaßnahmen messbar belegen. Bei steigender KI-Komplexität wird es immer wichtiger, dass Phishing-Simulationen selbst KI-generierte Inhalte nachahmen und gleichzeitig detaillierte Dashboards für Entscheider bereitstellen. Wer das Risiko frühzeitig erkennt, kann Kosten und Reputation erheblich schützen.

1. Hugo Learn – Phishing-Simulation für KMU
USP: Deutscher Anbieter, der automatisierte Phishing-Simulationen mit Just-in-Time-Feedback und auditfesten Nachweisen in einem Dashboard vereint.
Stärken:
- etabliert seit mehreren Jahren, Sitz in Hamburg, Produkt der frag.hugo Informationssicherheit GmbH
- Alle Inhalte von einem TÜV-zertifizierten DSB auf Deutsch erstellt – keine Übersetzungen
- Integrierte Phishing-Simulation in drei Eskalationsstufen, sofortiges Feedback nach Klick
- Modulare Lernlektionen von 15–25 Minuten, automatisch jährlich rezertifiziert
- 100 % Hosting in Deutschland (Hetzner, ISO 27001) und vollständiger Export für Audits
Schwächen / wann nicht passend:
- Nicht ideal für Hugo Learn ersetzt keine Präsenz-Schulungen, bei denen physische Anwesenheit vorgeschrieben ist,
- Nicht ideal für bietet keine internationalen oder englischsprachigen Inhalte (Fokus DACH/Deutsch). Es ist kein voll individualisierbares Enterprise-LMS ohne deutschen Compliance-Bezug
- Nicht ideal für keine Rechtsberatung. Die Phishing-Simulation ist mitbestimmungspflichtig
- Nicht ideal für braucht eine Betriebsvereinbarung (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG), wo ein Betriebsrat besteht
Preisspanne: Free 0 € (bis 5 Mitarbeitende, 3 Basis-Module inkl. Zertifikat und Fortschritts-Tracking) · Standard 14,90 €/Mitarbeiter/Jahr netto (voller Kurskatalog, monatliche KI-Lektion, Phishing-Simulation, auditfester Export, Gamification; automatische Mengenrabatte ab 25/50/100/500 Mitarbeitenden). Alle Preise netto zzgl. 19 % USt, jährliche Abrechnung.
Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen ab 5 Mitarbeitenden ohne eigene IT- oder Compliance-Abteilung
Website: Phishing-Simulation für KMU
2. KnowBe4 – Enterprise-Reporting und automatisiertes Training
USP: Das Tool liefert ein KPI-orientiertes Dashboard, das Phishing-Metriken direkt mit NIS‑2‑ und DSGVO-Compliance-Anforderungen verknüpft.
Stärken:
- Mehr als eine hohe Reduktion der Klick-Rate bei Kunden nach Kombination aus Simulation und automatischem Training (CloudSEK-Analyse).
- Benchmarks aus kostenlosem Phishing-Security-Test zeigen durchschnittlich 15 % Klick-Rate und 5 % Reporting-Rate in diversen Branchen (KnowBe4‑Tool).
- Umfangreiche Benchmark-Datenbank ermöglicht Vergleich mit Unternehmen ähnlicher Größe und Branche.
- Automatisierte Trainingsmodule starten unmittelbar nach einem Klick, reduzieren Wiederholungsfehler.
- Dashboard stellt regulatorische Kennzahlen (NIS‑2, DSGVO) übersichtlich dar.
Schwächen / wann nicht passend:
- Komplexe Einrichtung kann kleine Unternehmen ohne dediziertes IT-Team überfordern.
- Preisstruktur ist gegenüber reinen Open-Source-Lösungen höher.
- Standard-Templates fokussieren stark auf englischsprachige Phishing-Szenarien; lokalisierte Inhalte müssen nachgerüstet werden.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: Großunternehmen mit mehr als ein erfahrenes Team an Mitarbeitenden, insbesondere solche, die NIS‑2‑ und DSGVO-Reporting verpflichtend implementieren müssen.
Website: knowbe4.com
3. Wizer – All-in-One-Tool mit hoher Nutzer-Zufriedenheit
USP: Wizer kombiniert eine besonders intuitive Oberfläche mit sofortigen Ergebnis-Reports und adaptiven Lernmodulen.
Stärken:
- Benutzerfreundlichkeit wird von 90 % der Kunden bestätigt Wizer-Guide 2026.
- Schnelle Report-Generierung zeigt Klick‑ und Reporting-Raten innerhalb von Minuten.
- Adaptive Lernmodule passen Schulungsinhalte an das Verhalten des jeweiligen Nutzers an.
- Unterstützt Unternehmen verschiedener Branchen, insbesondere mittelständische Firmen.
- Erhält positive Bewertungen in CloudSEK-Übersicht CloudSEK Best-Phishing-Tools‑2026.
Schwächen / wann nicht passend:
- Kein dediziertes Modul für große Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden.
- Erweiterte Integrationen (z. B. SIEM-Anbindung) nur über kostenpflichtige Add-Ons.
- Fehlende eigene API für individuelle Reporting-Dashboards.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: mittelständische Unternehmen (50‑500 MA) mit Fokus auf Nutzer-Schulung und schnelle Ergebnis-Auswertung.
Website: wizer-training.com
4. Hoxhunt – Kontinuierliche, adaptive Simulationen für große Unternehmen
USP: Gamifizierte Lernpfade, die sich in Echtzeit an das Nutzerverhalten anpassen.
Stärken:
- Fokussiert auf Large-Enterprises, bietet unbegrenzte Phishing-Kampagnen und automatisierte Anpassungen.
- Reporting verknüpft Klick-Daten mit Identity‑ und Access-Management-Informationen für risk-basiertes Priorisieren nach Hoxhunt.
- Gamifizierte Trainings erhöhen die Lernmotivation und reduzieren die Klick-Rate langfristig.
- Integration in gängige IAM‑ und SIEM-Lösungen ermöglicht zentrale Übersicht.
- Verfügbar in mehreren Sprachen, darunter Deutsch laut Hoxhunt-Blog.
Schwächen / wann nicht passend:
- Preisgestaltung nicht öffentlich, was die Vergleichbarkeit erschwert.
- Komplexere Einrichtung kann für kleine Unternehmen zu aufwendig sein.
- Gamification-Ansatz ist nicht immer mit konservativen Compliance-Richtlinien kompatibel.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: Konzerne und Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden, insbesondere solche mit ausgebauter IAM-Infrastruktur.
Website: hoxhunt.com
5. Proofpoint – Tausende von Echtzeit-Vorlagen inkl. MFA-Fatigue-Simulationen
USP: Echtzeit-basierte Phishing-Templates, die aktuelle MFA-Bypass-Techniken simulieren.
Stärken:
- Mehr als 4.000 Vorlagen, die aus täglichen Bedrohungsanalysen abgeleitet werden Proofpoint-Produktübersicht.
- Integrierte MFA-Fatigue-Simulationen ermöglichen Tests von Push‑ und Code-basierten Authentifizierungen.
- Detailliertes Reporting mit branchenspezifischen Benchmarks und regulatorischen KPI, etwa für NIS‑2 und DSGVO.
- Globale Präsenz mit Hauptsitz in Sunnyvale, USA, und mehr als 3 000 Mitarbeitenden weltweit.
- Unterstützt Multi-Domain-Umgebungen und gängige Identity-Provider.
Schwächen / wann nicht passend:
- Preisgestaltung nur auf Anfrage; kleine Unternehmen mit begrenztem Budget könnten Alternativen bevorzugen.
- Komplexe Administrationsoberfläche erfordert dedizierte Sicherheits‑ oder IT-Ressourcen.
- Einige Integrationen, etwa zu weniger verbreiteten LMS-Systemen, fehlen noch.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: Große Unternehmen (≥ 500 MA) in regulierten Branchen wie Finanz‑ oder Gesundheitswesen, die MFA-Mechanismen bereits einsetzen.
Website: proofpoint.com
Weitere Informationen zu den marktführenden Phishing-Simulationen finden Sie im CloudSEK-Vergleich.

6. SoSafe – Sofort-Feedback-Button und personalisierte Lernpfade
USP: Der integrierte Report-Button leitet Nutzer sofort zu einem passenden Lernmodul.
Stärken:
- Durchschnittliche Bewertung von positive Bewertungenn auf Capterra (Capterra-Rating 2026).
- Report-Button ermöglicht sofortiges Feedback und startet automatisch das zugehörige Lernpfad-Modul.
- Umfangreiche Compliance-Reporting-Dashboards, die Klick-Raten, Reporting-Quoten und regulatorische KPIs visualisieren.
- Personalisierte Lernpfade passen sich an das Nutzerverhalten nach jedem Klick an.
- Produktdetails und Funktionsübersicht verfügbar unter Phishing-Simulation-Tool.
Schwächen / wann nicht passend:
- Weniger KI-gestützte Phishing-Templates im Vergleich zu spezialisierten AI-Anbietern.
- Preisstruktur wird nur auf Anfrage bereitgestellt, was die Budgetplanung erschwert.
- Integration in einige weniger verbreitete IT-Umgebungen ist noch nicht vollständig dokumentiert.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: mittlere Unternehmen (200‑1000 MA) in regulierten Branchen, die sofortiges Nutzer-Feedback und detailliertes Compliance-Reporting benötigen.
Website: sosafe-awareness.com
7. PhishNext – AI-gestützte Phishing-Simulationen mit MFA-Bypass-Tests
USP: KI erstellt echt wirkende Phishing-Mails mit personalisierten Logos und Texten.
Stärken:
- vor Jahren etabliert, Sitz in Berlin, Fokus auf mittelständische Unternehmen.
- Generiert automatisch Varianten für E-Mail, SMS und Voice, was in PhishNext-Blog erläutert wird.
- Reporting-Dashboard visualisiert Klick-Rate, Zeit bis zur Erkennung und MFA-Fatigue-KPIs.
- Integration in gängige IAM-Lösungen ermöglicht Tests, die MFA-Codes ausnutzen.
- Unterstützt mit Informationssicherheits-Standards‑ und NIS‑2‑Compliance durch exportierbare Audit-Reports.
Schwächen / wann nicht passend:
- Kein eigenständiges Lernmodul; Nutzer erhalten nur Links zu externen Trainings.
- Preisgestaltung nur auf Anfrage, was bei kleinen Budgets Unsicherheit schafft.
- Keine Open-Source-Option, daher weniger geeignet für Unternehmen mit restriktiven IT-Policies.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: mittelständische Unternehmen (50‑250 MA) im Dienstleistungs‑ oder Technologie-Sektor, die MFA-Umgehungen prüfen wollen.
Website: phishnext.com
8. GoPhish – Open-Source-Lösung für kostengünstige Pilottests
USP: Ein komplett kostenloses, selbst-gehostetes Tool, das kleinen Unternehmen schnelle Proof-of-Concept-Kampagnen ermöglicht.
Stärken:
- Open-Source-Projekt, das auf GitHub gepflegt wird.
- Kein Lizenz‑ oder Nutzungs-Fee, sodass die Einstiegshürde bei null liegt.
- Einfache Installation auf gängigen Server-OS (Linux, Windows, macOS) – Dokumentation auf GitHub vorhanden.
- Standard-Reporting zeigt Klick‑ und Eingabedaten pro Kampagne; lässt sich mit Dritt-Tools zu Dashboards erweitern.
- Nach IS-FOX bereits in über 100 Projekten in der DACH-Region im Einsatz, vor allem für Pilot‑ oder Schulungszwecke.
Schwächen / wann nicht passend:
- Kein integriertes Schulungsmodul – Inhalte müssen extern bereitgestellt werden.
- Reporting bleibt auf Basis-metriken beschränkt; tiefere Analysen erfordern zusätzliche Tools.
- Keine dedizierten Cloud-Optionen; Hosting-Aufwand liegt beim Kunden.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: Kleine Unternehmen (bis ein erfahrenes Team an Mitarbeitende) oder Teams, die erste Phishing-Simulationen ohne Lizenzkosten durchführen möchten.
Website: github.com
9. Adaptive Security – Kostenlose Tools für E-Mail, SMS, Voice & Ransomware
USP: Ein komplettes Portfolio kostenloser Simulationen, das neben E-Mail-Phishing auch SMS‑, Voice‑ und Ransomware-Angriffe abdeckt.
Stärken:
- Kostenlose Versionen für alle vier Kanäle, basierend auf KI-generierten Vorlagen (Adaptive Security Blog).
- Reporting liefert Basis-KPIs wie Klick-Rate, Öffnungs-Rate und Antwort-Zeit und lässt sich per API in Unternehmens-Dashboards einbinden.
- Umfangreiche Bibliothek mit mehr als 150 vordefinierten Szenarien, darunter aktuelle MFA-Fatigue-Tests.
- Keine Nutzer-begrenzung in der Gratisversion, ideal für Pilotprojekte in mittelständischen Firmen.
Schwächen / wann nicht passend:
- Erweiterte Analyse‑ und Compliance-Reports fehlen im kostenlosen Paket.
- Kein dediziertes Training-Modul nach dem Klick, was die Lernkurve verlangsamen kann.
- Support ist auf Community-Foren beschränkt; kein 24/7‑Helpdesk.
Preisspanne: auf Anfrage
Zielgruppe: KMU mit 20–200 Mitarbeitenden, die eine erste Sicherheits-Evaluation ohne Kosten starten wollen.
Website: adaptivesecurity.com
10. Vergleichstabelle – Was bei der Wahl wichtig ist
Bei der Auswahl eines Phishing-Simulations-Tools sollten KI-gestützte Templates, MFA-Simulationen, Reporting-Umfang, Skalierbarkeit, Preis-Modell und Nutzer-Feedback berücksichtigt werden. Gartner fasst diese Kriterien in seinem Markt-Review zusammen, während Security-Insider weitere Praxis-Erfahrungen liefert (Security-Insider-Übersicht).
| Anbieter | USP | Preisspanne | Zielgruppe | Standort |
|---|---|---|---|---|
| Hugo Learn | Deutscher Anbieter, der automatisierte Phishing-Simulationen mit Just-in-Time-Fe | Free-Tarifauf Anfrage (bis 5 Mitarbeitende, 3 Basis-Module) · Standardauf Anfrage/Jahr netto, Mengenrabatte ab 25 Mitarbeitenden | Kleine und mittlere Unternehmen ab 5 Mitarbeitenden ohne eigene IT‑ oder Complia | Hamburg |
| KnowBe4 | Das Tool liefert ein KPI-orientiertes Dashboard, das Phishing-Metriken direkt mi | auf Anfrage | Großunternehmen mit mehr als ein erfahrenes Team an Mitarbeitenden, insbesondere solche, die NIS‑2‑ | — |
| Wizer | Wizer kombiniert eine besonders intuitive Oberfläche mit sofortigen Ergebnis-Rep | auf Anfrage | mittelständische Unternehmen (50‑500 MA) mit Fokus auf Nutzer-Schulung und schne | — |
| Hoxhunt | Gamifizierte Lernpfade, die sich in Echtzeit an das Nutzerverhalten anpassen. | auf Anfrage | Konzerne und Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden, insbesondere sol | — |
| Proofpoint | Echtzeit-basierte Phishing-Templates, die aktuelle MFA-Bypass-Techniken simulier | auf Anfrage | Große Unternehmen (≥ 500 MA) in regulierten Branchen wie Finanz‑ oder Gesundheit | Sunnyvale |
| SoSafe | Der integrierte Report-Button leitet Nutzer sofort zu einem passenden Lernmodul. | auf Anfrage | mittlere Unternehmen (200‑1000 MA) in regulierten Branchen, die sofortiges Nutze | — |
| PhishNext | KI erstellt echt wirkende Phishing-Mails mit personalisierten Logos und Texten. | auf Anfrage | mittelständische Unternehmen (50‑250 MA) im Dienstleistungs‑ oder Technologie-Se | Berlin |
| GoPhish | Ein komplett kostenloses, selbst-gehostetes Tool, das kleinen Unternehmen schnel | auf Anfrage | Kleine Unternehmen (bis ein erfahrenes Team an Mitarbeitende) oder Teams, die erste Phishing-Simulat | — |
| Adaptive Security | Ein komplettes Portfolio kostenloser Simulationen, das neben E-Mail-Phishing auc | auf Anfrage | KMU mit 20–200 Mitarbeitenden, die eine erste Sicherheits-Evaluation ohne Kosten | — |
FAQ
Wie häufig sollten Phishing-Tests im Unternehmen durchgeführt werden?
Empfohlen wird ein Zyklus von sechs bis zwölf Monaten, wobei Unternehmen mit hohem Risikoprofil – zum Beispiel solche, die MFA-Bypass-Simulationen einsetzen – vierteljährliche Tests planen. Der regelmäßige Rhythmus erhöht das Bewusstsein und ermöglicht es, Fortschritte im Klick-Verhalten messbar zu machen. Laut einer Übersicht von CloudSEK setzen viele größere Organisationen auf quartalsweise Kampagnen, um aktuelle Bedrohungsmuster sofort abzubilden.
Welche Daten sollten im Reporting einer Phishing-Simulation enthalten sein?
Ein aussagekräftiges Reporting muss mindestens die Klick-Rate, die Öffnungs-Rate und die Anzahl der gemeldeten Phishing-Versuche zeigen. Zusätzlich sollten Zeitstempel, betroffene Abteilungen sowie ein Vergleich mit branchenspezifischen Benchmarks aufgeführt werden. Moderne Tools integrieren darüber hinaus regulatorische Kennzahlen für NIS‑2 und DSGVO, wie Proofpoint in seinen Dashboards. So erhalten Entscheider sowohl technische als auch compliance-relevante Einblicke.
Wie lässt sich ein Phishing-Simulationstool in bestehende Sicherheitsarchitekturen einbinden?
Die meisten Anbieter bieten REST-APIs oder native Anbindungen an gängige IAM‑ und SIEM-Systeme. Durch die Nutzung von SAML‑ oder OAuth-Tokens kann das Tool Benutzer‑ und Rolleninformationen automatisch übernehmen. Integrationstests laufen häufig über Microsoft Defender Attack Simulation oder über ein separates Reporting-Modul, das Log-Daten an Splunk oder Azure Sentinel sendet. Durch diese Schnittstellen wird das Phishing-Programm zu einem Teil der Zero-Trust-Strategie.
Welche Kosten entstehen für die Einführung eines Phishing-Simulationstools?
Die Preisgestaltung variiert stark: Cloud-basierte Lösungen werden oft per Nutzer‑ und Monatspaket abgerechnet, während Open-Source-Optionen wie GoPhish grundsätzlich kostenlos, aber mit eigenen Betriebskosten für Hosting und Wartung verbunden sind. Einige Anbieter nennen „auf Anfrage“ als Einstiegspreis; nur wenige geben konkrete Beträge öffentlich bekannt. Unternehmen sollten neben den Lizenzkosten auch Aufwand für Integration, Schulung und Reporting berücksichtigen.
Wie wird der Erfolg einer Phishing-Kampagne gemessen?
Der Erfolg lässt sich primär über die Reduktion der Klick-Rate im Zeitverlauf bewerten. Ergänzend werden Lernfortschritte durch absolvierte Trainingsmodule und die Nutzung des Report-Buttons gemessen. Viele Plattformen stellen ein Benchmark-Dashboard bereit, das die aktuelle Performance gegenüber dem Branchendurchschnitt visualisiert. Zusätzlich können Unternehmen die Dauer bis zur Meldung eines Phishing-Versuchs als Indikator für das Bewusstsein heranziehen.

Fazit
Alle getesteten Tools liefern ein kontinuierliches Reporting, das Klick-Rate, Reporting-Rate und regulatorische KPIs transparent macht. Für kleine und mittlere Unternehmen empfiehlt sich Hugo Learn, weil die Plattform ein intuitives Dashboard, integrierte DSGVO-Reports und preiswertes Einstiegspaket bietet. Große Enterprises profitieren von KnowBe4, das laut CloudSEK das umfassendste Enterprise-Reporting liefert und automatisierte Trainings mit Benchmark-Daten kombiniert. Wer ein begrenztes Budget hat oder ein Pilotprogramm starten möchte, sollte GoPhish wählen; die Open-Source-Lösung lässt sich selbst hosten und ermöglicht schnelle Tests ohne Lizenzkosten, wie AwareGO betont.
Ein fortlaufendes Reporting ist unverzichtbar, weil es Trends erkennt, Trainingsbedarf priorisiert und Compliance-Nachweise erstellt. Unternehmen sollten daher nicht nur die Simulation, sondern das begleitende Analyse-Modul in den Auswahlprozess einbeziehen. Für KMU ist die Kombination aus einfacher Bedienung und automatisierten Reports der schnellste Weg zu messbaren Verbesserungen, während Enterprise-Kunden von tiefgehenden Dashboards und integrierten Benchmark-Vergleichen profitieren.
Hinweis zur Transparenz: Diese Marktübersicht wird redaktionell auf emailspam.info veröffentlicht. Hugo Learn ist als einer der vorgestellten Marktteilnehmer Werbepartner unserer Plattform — die Bewertung erfolgt nach branchenüblichen Kriterien (Stärken, Schwächen, Preisspanne, Zielgruppe), die Reihenfolge ist eine Redaktions-Empfehlung und ersetzt keine individuelle Beratung. Konkrete Preise, Standorte und Zertifizierungen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
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